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Theaterportal rezensiert Bücher, CDs und DVDs

Titel *) Autor/Autorin Verlag Medium Kurz-Rezension Erscheinungs-
Jahr
Radikal Jung - Regisseure Anke Roeder, Bernd C. Sucher Theater der Zeit Buch

Der Intendant des Münchner Volkstheaters, Christian Stückl, hatte im Oktober 2004 junge Regisseure zu einem Symposium nach München eingeladen. 2 Tage lang diskutierten die Autoren und der eingeladene Regie-Nachwuchs ihre Arbeit am Theater. Porträts von 8 RegisseurInnen bilden den Kern des Buches, darunter über Florian Fiedler (Nachwuchsregisseur des Jahres 2004, ab 2006 Leiter der schmidtstraße des schauspielfrankfurt), Friederike Heller, Annette Pullen, David Bösch u.a.

Interviews mit IntendantInnen, die Nachwuchstalente besonders fördern, runden das Bild ab: Elisabeth Schweeger (Frankfurt), Ulrich Khuon (Hamburg, Thalia), Friedrich Schirmer (noch: Staatstheater Stuttgart) und Matthias Hartmann (noch: Bochum) geben Auskunft darüber, wen sie warum und wie fördern.

Autor: Rainer Glaap, Theaterportal

2005
Presse-Taschenbuch 2005/2006 Kunst Architektur Design   Kroll Presse-Taschenbuch Buch Ein handliches Buch für alle Kulturschaffenden, -vermittler und Journalisten. Auf über 600 Seiten findet man eine Unzahl von Adressen und Kontakten zu den Titelthemen, darunter Fachpublikationen, Nachrichtendienste, Ämter, Museen etc. Auch wenn Theater nicht direkt im Fokus liegt: viele Informationen passen trotzdem, z.B. die Feulliton-Redaktionen der verschiedenen Medien. 2005
Friedrich Schiller Werke Friedrich Schiller Digitale Bibliothek CD

Die digitale Bibliothek hat passend zum Schillerjahr ihre Reihe mit digitalen Texten wichtiger Autoren um eine CD mit Schiller-Texten ergänzt. In der gewohnt gut zu bedienenden Navigation biete die CD eine grosse Auswahl von Gedichten, im Volltext die Dramen 'Die Räuber', 'Fiesko', 'Kabale und Liebe', 'Don Carlos', 'Wallenstein', 'Maria Stuart', Die Jungfrau von Orleans', 'Die Braut von Messina' sowie den 'Wilhelm Tell'. Dazu Erzählungen und große Teile seiner theoretischen Schriften, darunter 'Was kann eine gute stehende Schaubühne eigentlich bewirken?', 'Über den Grund des Vergnügens an tragischen Gegenständen', 'Über die ästethische Erziehung des Menschen' und vieles mehr. Praktisch für alle Schiller-Liebhaber, Lehrer, die so schnell Ausschnitte zur Behandlung im Unterricht finden und für Zitatesammler. Hier wird jeder für €15,- fündig.

Autor: Rainer Glaap, Theaterportal

2005
Deutsche Dramen von Hans Sachs bis Arthur Schnitzler div. Digitale Bibliothek CD

Laut Verlag die umfangreichste digitale Sammlung deutschsprachiger Schauspiele aus 5 Jahrhunderten. Von den spätmittelalterlichen Kirchenspielen bis zu den expressionistischen Dramen ist alles vertreten, was auf den deutschsprachigen Bühnen und darüberhinaus schon einmal gespielt wurde. Insgesamt 500 Stücke von über 170 Autoren bieten auf über 70.000 Bildschirmseiten ein so noch nicht dagewesenes Kompendium der Dramenliteratur. Für PC und Mac.

Autor: Rainer Glaap, Theaterportal, unter Verwendung von Verlagsangaben

2003
Bin ich normal, wenn ich mich im Konzert langweile? Christiane Tewinkel DuMont Buch

Wer kennt ihn nicht, den seligen Theater- oder Konzertschlaf. Man kommt von einem arbeitsreichen Tag, sitzt im Dunkeln, die Konzentration sackt ab - und man taucht unter.

Damit das nicht mehr passiert, schreibt Christiane Tewinkel in ihrer 'musikalischen Betriebsanleitung' kenntnisreich über Musik, den Opern- und Konzertbetrieb. Sie beschreibt die (ungeschriebenen) Regeln bei Konzerten, z.B. wann geklatscht werden darf (nicht in der Pause zwischen 2 Sätzen). Warum ein Dirigent gebraucht wird und warum es in Ordnung ist, wenn man sich gelegentlich mal eine "Best of Verdi" kauft, statt eine CD-Box mit der ganzen Oper. Endlich erfährt der geneigte Leser, wie ein Chor funktioniert, wie Instrumente gespielt werden, wie ein Komponist komponiert und ob er/sie dazu (heute noch) ein Instrument braucht.

Christiane Tewinkel schreibt in ihrem Vorwort: "Dies ist das richtige Buch, wenn Sie Musik mögen, aber nicht ins Konzert gehen."

Ich glaube, diese kleine Betriebsanleitung könnte vielen Menschen Mut machen, erstmals oder wieder ins Konzert und die Oper zu gehen und mit mehr Verständnis und dadurch mit mehr Genuss zu hören und zu sehen, was auf Bühne und Podium passieren.

Autor: Rainer Glaap, Theaterportal

2004
Theatergänger, Begegnungen und Stationen Jürgen Flimm Steidl Buch

1981 hatte ich das Glück, bei Jürgen Flimm als Regiehospitant zu arbeiten. Wir probierten "Leonce und Lena" im Zelt vor dem Theater in Köln, weil das Schauspiel wegen Asbestsanierung geschlossen war. Unvergessen seine lautstarken Streits mit Heinz-Werner Krähkamp, der den Valerio gab. Im Finale fielen bunte Ballons vom Zeltdach, zwischendurch wurde Händels 'Halleluja' gespielt. Die Stimmung war bombig, in jeder der mindestens 20 Vorstellungen, die ich gesehen habe. - Diese Erinnerung kam hoch, als ich Jürgen Flimms Band 'Begegnungen und Stationen' las, den der Steidl-Verlag herausgebracht hat. Viele Anekdoten über seinen Werdegang und seine Weggefährten erinnern an ein reiches Theaterleben von den sechzigern an der Studiobühne in Köln bis nach Bayreuth und Salzburg heute. Er schreibt über Peter Stein, August Everding, seinen Schulkameraden und Kollegen Eberhard Feik, die Wagner-Familie u.v.a.

Wer Anekdotisches mag und über grosse Namen im Theater- und Opernbetrieb lesen möchte, ist mit diesem schmalen Bändchen bestens bedient.

Autor: Rainer Glaap, Theaterportal

2004
Theater fürs 21. Jahrhundert

Hrsg. Heinz Ludwig Arnold Text + Kritik Buch   2004
Claus Peymann, Aller Tage Abenteuer Roland Koberg Henschel Buch

Ein Blick auf Peymanns Leben von den Anfängen bis 1999, seinem Start am Berliner Ensemble. Kenntnisreich geschrieben, wartet das Buch mit vielen Details aus Peymanns Leben, seiner Werkgeschichte und der Geschichte der Bundesrepublik auf. So erfährt man hier auch detailliert, was es damals mit der Sammlung für die Zahnbehandlung von RAF-Mitgliedern wirklich auf sich hatte (es ging NICHT um Gudrun Ensslin). Ein spannender Blick auf das Innen- und Aussenleben eines der grossen Theatermacher im deutschsprachigen Theater.

Autor: Rainer Glaap, Theaterportal

1999

Lexikon Theater (PC+MAC)

  dtv/DirectMedia Publishing CD-Rom Das Theaterlexikon des Deutschen Taschenbuchverlages (dtv) informiert in insgesamt 2.150 Artikeln über Geschichte und Gegenwart des Theaters im deutschen Sprachraum. Dabei bezieht es in gebührendem Umfang sowohl die Weltgeschichte des Theaters als auch die internationale Theaterszene der Gegenwart ein und versucht, »möglichst keine Frage unbeantwortet zu lassen« (Vorwort).

Das in kurzer Zeit zum Standardwerk avancierte Kompendium besteht aus einem Sach- und einem Personenlexikon.

Das Sachlexikon gibt in rund 500 Artikeln Auskunft über die Epochen der Theaterkunst von der Antike bis heute, über berühmte Ensembles, über Bühnenfiguren, Sachbegriffe sowie historische und aktuelle Spielformen. Außerdem erschließt es die Theatertheorie anhand wichtiger Grundlagenwerke von der Poetik des Aristoteles bis zu Artaud, Stanislawski, Brecht und Genet.

Im Personenlexikon werden über 1.650 Autoren, Regisseure, Schauspieler, Dramaturgen, Bühnenbildner und Kritiker vorgestellt, die das Theatergeschehen des deutschsprachigen Raumes im 20. Jahrhundert geprägt haben. Dabei werden auch Personen einbezogen, die im 19. Jahrhundert wirkten, der unverkennbare Schwerpunkt liegt jedoch auf der Zeit nach 1945 und insbesondere auf der Theaterszene der Gegenwart. Die Artikel enthalten alle wichtigen biographischen Daten, eine Aufzählung der wichtigen Arbeiten und gegebenenfalls Hinweise auf weiterführende Literatur. Breiten Raum nimmt in den Artikeln auch die Würdigung durch die Kritik ein, wobei ausgiebig Urteile aus der »Zeit«, der »FAZ«, der »Frankfurter Rundschau«, dem »Tagesspiegel« und der »Süddeutschen Zeitung« zitiert werden.

Die CD-ROM-Ausgabe basiert auf der zweibändigen Buchausgabe aus den Jahren 1996 (Sachlexikon) und 1999 (Personenlexikon).

Autor: Verlagsangabe

1996/1999
Letzte Vorstellung Gerhard Stadelmaier Eichborn, Die Andere Bibliothek Buch

Gerhard Stadelmaier ist seit vielen Jahren der Chef-Kritiker im Feullieton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. In diesem Band der 'Anderen Bibliothek' im Eichborn Verlag kritisiert er ungeschminkt die deutsche Theaterlandschaft. In Kapiteln wie "Der Ohnmachtskopf. Intendant" porträtiert er die letzten Duodez-Fürsten Deutschlands, in "Der Machtkopf. Regisseur" die Auswüchse des Regietheaters und die "Die Vorletzten. Kritiker" auch seine eigene Zunft.

Das Buch ist zwar schon 1993 erschienen, liest sich aber immer noch sehr gut und gibt viele spannende Eindrücke in die Theaterwelt, die auch heute noch gültig sind.

Man wundert sich aber doch gelegentlich, warum Gerhard Stadelmaier immer noch ins Theater geht - bei allen Enttäuschungen und Fehlschlägen, die er dem deutschsprachigen Theater attestiert.

Autor: Rainer Glaap, Theaterportal

1993

* Ein Klick auf den Titel führt zum Online-Buchladen



F.A.Z.-Rezension

Ein Zeichen für die Welt
Wenn Katrin Brack über ihre Arbeit spricht, tun sich Welten auf, ohne daß sie viele Worte dafür braucht. Für das Bühnenbild zu "Kampf des Negers und der Hunde" von Koltès, das sie vor zwei Jahren für die Berliner Volksbühne gemacht hat (Regie: Dimiter Gotscheff), ließ sie Konfetti regnen. Mehr nicht. ....

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Andere über uns

"Herzlichen Dank. Unglaublich, wie schnell und gut Ihr den Vorschlag aufgenommen habt, meist bekommt man ja bei Anregungen oder Kritik nicht mal eine Antwort. Ich habe es ausprobiert […] und auch direkt ein paar Anregungen für kommende Theaterbesuche bekommen. Durch die Einbeziehung des Raums Köln-Bonn ist eine starke Kulturregion recherchierbar."

Ulrich Windhövel, Ennepetal


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