Als die blume von hawaii 1931 ihre Uraufführung in Leipzig erlebte, zählte Paul Abraham zu den erfolgreichsten Operetten- und Filmmusikkomponisten seiner Zeit. Seine jüdische Herkunft zwang ihn bald darauf, in die USA zu emigrieren, wo er aber — anders als z. B. Kurt Weill — nicht an seine vorausgegangenen Erfolge anknüpfen konnte und nach dem Zweiten Weltkrieg in Vergessenheit geriet.
Exotik, mondäner Glamour, Ausstattungspomp, temporeiche Dialoge und schlagerträchtige Musik machten den riesigen Erfolg dieser Revueoperette aus.
Im Zentrum der Sehnsüchte steht das von den USA annektierte Hawaii, das die Einheimischen durch einen Coup wieder zurückerobern wollen — allerdings weniger mit militärischer Gewalt als mit den Mitteln der Operette: mit einer unglaublichen Verwechslungsgeschichte um eine hawaiianische Prinzessin mit einem monegassischen Nachtclubstar, mit fetziger Tanzmusik, für die ein imagebewusster Jazzsänger sorgt, und mit viel Liebesstreitigkeiten, die sich in jeder Hinsicht aufs diplomatische Klima auswirken.
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