Rüdiger Warnstädt war 25 Jahre Strafrichter beim Amtsgericht Tiergarten im Berliner Kriminalgericht Moabit. In diesen Jahren erwarb er sich den kleinen Ruhm, etwas Besonderes zu sein. Seine Hauptverhandlungen hatten viele Besucher, sie waren nie langweilig und Warnstädt sprach in einer Sprache, die jeder verstehen konnte. Über seine Hauptverhandlungen gibt es daher zahllose Berichte in Zeitungen und Zeitschriften, seine Verhandlungsführung ist vielfacher Betrachtung unterzogen worden.
Als "Berlins originellstem Richter" sagte man ihm Tugenden nach, die im Gericht selten anzutreffen sind. Als Richter im Ruhestand ist er landauf, landab unterwegs und liest vor einem stets begeisterten Publikum über Justitia und andere vergnügliche Zu- sowie ärgerliche Mißstände. In seinem neuen Buch berichtet er von diesen "Ortsterminen".
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Dies ist das dritte Buch des Amtsrichters am Kriminalgericht Moabit, der inzwischen ein Richter im Ruhestand, vor allem aber ein Richter auf Reisen ist. Die führen ihn von Bielefeld bis Bad Doberan, von Wien bis Warschau und verführen ihn zu höchst amüsanten Plaudereien. Da unterzieht er - in achtungsvoller Anlehnung an Tucholsky- Gegenwart und Geschichte, Politik und Kunst, Recht und Alltag einer anregenden Betrachtung. Er stellt und (und beantwortet) solche Fragen wie "Wann ist ein Richter subversiv", "Wie viele Justizminister braucht die Bundesrepublik", "Warum paßte die Operette so gut in die DDR" oder "Wie lange dauert die Ewigkeit".
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