Mit Beginn des Jahres 2009 haben wir uns DRAMATEN angeschlossen
– eine Liebes-Heirat in Zeiten pragmatischer Verbindungen
oder kalkulierbarer Kooperationen, gefeiert mit der ersten gemeinsamen
Premiere von KAFKAS PROZESS.
Unter dem Label performance.DRAMATEN entwickeln wir eigensinnige
Theaterprojekte. Eine vielfältige Zusammenarbeit zwischen den
Genres und Arbeitsmethoden hat sich entsponnen, die sich in gemeinsamen
Theaterprojekten wie im täglichen Training, in Material- und
Themenuntersuchungen niederschlägt.
Diese wilde Ehe ist solidarisches Miteinander freier Theaterschaffender
in Dresden und darüber hinaus, zugleich politisch unkorrektes
Ausrufezeichen, denn wir sind unmoralisch, unwirtschaftlich und unsere
Krisentherapie ist das Fratzenschneiden. performance.DRAMATEN
akzeptiert keine Genregrenzen und ist dennoch kein Gemischtwarenladen.
Der virtuose Umgang mit physischen Ausdrucksformen, Elementen des
Puppentheaters, mit Objekten, Projektionen und Perspektiven
eröffnet uns einen weiten Erzählkosmos, die Welt wird
zum Spielelement und die Akteure sind selbst Teil der
Versuchsanordnung. Elemente aus Bildender Kunst, Tanz, Theater und
Musik werden im Erarbeitungsprozess des jeweiligen Projektes erforscht,
teils organisch zusammengeführt aber auch bewusst krude
nebeneinander gestellt. Stromschnellen, assoziative
Winterhäfen und exzessive Ausbuchtungen sind uns wichtiger als
der Hauptstrom eines Erzählflusses. Mit unserer Arbeit
„FREMDE. Von unvermeidlichen Kontakten und widerstreitenden
Gefühlen“ haben wir vor drei Jahren einen
thematischen Schwerpunkt gesetzt, den wir seit dem in unseren
Inszenierungen und Aktivitäten verfolgen: Die Begegnung mit
dem Fremden als Problem und Chance. Aus den Projekten der vergangenen
Jahre hat sich ein Netzwerk von Künstlern entwickelt, ein
impulsgebender Organismus des Austauschs und der Auseinandersetzung.
Darüber hinaus experimentieren wir in internationalen
Theaterprojekten – so arbeiten wir
regelmäßig mit Tine Madsen aus Dänemark
zusammen, dem Self Raising Theatre Sydney und dem Centre National des
Arts Dramatiques et Sceniques du Kef in Tunesien. Im Sommer 2008 waren
wir als Artists in Residency nach Lahore/Pakistan eingeladen, in
Partnerschaft mit dem Rafi Peer Theatre Workshop in Lahore planen wir
eine langfristige Zusammenarbeit. Wir verstehen uns und das, was wir
tun, als Theater der lebendigen Kommunikation – zwischen den
Theatermachern, mit unserem Publikum, über kulturelle und
religiöse Barrieren hinweg.
Unterwegs-Sein ist eines unserer Lebenselixiere: So bleiben wir in
einem Zustand der Unruhe, Fremdheit und Unbehaustseins, stets wach und
staunend.
Premieredatum
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Ab Alter
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Rezension
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F.A.Z.-Rezension
Ein Zeichen für die Welt Wenn Katrin Brack über ihre Arbeit spricht, tun sich Welten auf, ohne daß sie viele Worte dafür
braucht. Für das Bühnenbild zu "Kampf des Negers und der Hunde" von Koltès, das sie vor zwei Jahren
für die Berliner Volksbühne gemacht hat (Regie: Dimiter Gotscheff), ließ sie Konfetti regnen. Mehr
nicht. ....