Im Rahmen der Goethe-Festwoche 2010. Ulrich Rasche nach Johann Wolfgang Goethe
Sparte
Schauspiel
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Inhalt
Unerlöst bleiben der Leser und sein Held am Ende der
Lektüre von »Wilhelm
Meisters theatralische Sendung« (1777–1785). Die
abenteuerliche Deutschlandreise des jungen Theaterfanatikers endet just
an dem Punkt, an dem Wilhelm Meister zum ersten Mal irgendwo anzukommen
scheint: in der Stadt H., am Theater des Direktors Serlo, der dem
jungen Meister noch dazu ein Angebot macht, das dieser nicht ablehnen
kann. Wie die Geschichte weitergeht, erfahren wir auch nicht aus der
zehn Jahre später entstandenen Version »Wilhelm
Meisters Lehrjahre«. Hier ist Meister ein ganz anderer: das
jugendliche Genie ein liebenswerter Dilettant, das Sendungs-bewusstsein
des Ersten – mit den Augen des Geheimen Rats gesehen
– nur noch harmloser Theaterwahn. Auch die deutlich
autobiografischen Bezüge hat Goethe in der Zwischenzeit
ausgemerzt.
Eines aber bleibt bestehen: das zu Erlösende, das Ziel der
theatralischen
Mission, die Vision einer »Kulturnation«. Denn
dieser glaubte Goethe mit den Mitteln des Theaters in Deutschland
aufhelfen zu können. Es müsste nur das richtige
Theater sein. Sowohl Theater als auch Nation jedoch liegen in einem
unbewussten
Schlummer. Und Wilhelm Meister – der der frühen
Fassung – scheint, wenn überhaupt einer, der Mann zu
sein, beide zu erwecken.
Der Regisseur Ulrich Rasche erregt seit 2004 Aufsehen mit
spektakulären
Chorprojekten, die Musik, Literatur und Choreografie zu einer Einheit
formen. Auch dem »Wilhelm Meister« wird er sich mit
diesen Mitteln in der großen Halle des Bockenheimer Depots
nähern und über die Sendung meditieren, deren
Eintreffen
Goethe 1785 noch einmal verschob.
Premieredatum
29.08.2010
Ab Alter
0
Besetzungsliste
Regie und Bühne: Ulrich Rasche
Kostüme: Bernd Skodzig
Musik: Sir Henry
Mitarbeit Regie: Jürgen Lehmann
Dramaturgie: Andreas Erdmann
Besetzung: Bettina Hoppe
Joachim Nimtz
Programm Macher:
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Funktion
Spielzeit
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Detaildaten Programm Autoren:
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Autorenschaft
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Detaildaten Programm Personen :
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Spielzeit
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Rezensionen Programm :
Rezension
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