Der 13-jährige Titus weiß nicht wohin mit sich,
seinen Gefühlen und Gedanken. Der Vater arbeitet den ganzen
Tag und ist mit dem pubertierenden Sohn sowieso überfordert.
Titus stürzt sich in eine Fantasiewelt, wo ihn Krähen
besuchen, seine tote Oma ein Tänzchen mit ihm wagt und seiner
Mutter eine Kokosnuss auf den Kopf fällt. Alles,
worüber Titus lachen kann oder weinen muss, schreibt er an die
Wände seines Zimmers. Der Name Tina steht schon 1.025 Mal
dran. Es ist »Feuerwerk« angesagt, wenn sie sich
sehen. Aber ihre Mutter meint, Titus hätte einen schlechten
Einfluss auf sie und verbietet den Umgang.
»Von der ersten Sekunde an reißt einen das
Stück in das Leben dieses Jungen hinein. Atemlos verfolgen wir
dessen Geschichten, die uns so bekannt vorkommen: Langeweile,
anbrechende und verlorene Lieben, Verluste, Zuneigungen,
Sehnsüchte. Die ganze Welt breitet sich in uns aus, die ganze
Welt betrachtet aus der Sicht von Titus. Titus ist das Stück,
bei dem man laut lacht und leise weint. Ein Monolog wie ein
Hammerschlag. Er geht langsam unter die Haut. Das ist
rätselhaft und alles nicht zu erklären, aber es
lässt dich nicht mehr los«, schrieb die Jury, die
dieses Stück 2007 mit dem niederländisch-deutschen
Kinder- und Jugendtheaterpreis auszeichnete.
Team Regie: Christine Hofer
Bühne und Kostüme: Dirk Seesemann
Dramaturgie: Karoline Felsmann
Theaterpädagogik: Hannes Michl
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