"Krank. Wenn es krank ist dass ich mich wehre bin ich eben krank dann will ich auch nicht mehr gesund werden hol die Messer hab ich gesagt schlimm genug dass man nicht mehr hat zur Verteidigung als ein paar Küchenmesser aus dem Versand aber Verteidigung muss sein in einem Krieg der einem ins Haus flattert mit diesen Friedemann Holzhausen und was sie auch immer für Papiere als Panzer vor sich her schieben das ist die Welt Krieg wo du hinsiehst Reich gegen Arm Nord gegen Süd Ost gegen Ost Jung gegen Alt Dorf gegen Stadt Frau gegen Mann Auto gegen Auto Werbung gegen alle." Werner Buhss "Deutsche Küche" Familienvater Kurt, ehemaliger NVA-Berufssoldat und zwangsumgeschulter Versicherungsvertreter, schaut wie immer Fernsehwerbung, als vor der Wohnungstür ein Rechtsanwaltsgehilfe steht und eine Eigenbedarfskündigung präsentiert. Außerdem will seine Tochter Bettina einen kleinen Finanzbeamten vom Niederrhein ehelichen. Und schließlich steht Mutter Elfriede im Verdacht, mit Nachbar Schmittchen ein Verhältnis zu haben. Als es bei der Verlobungsfeier von Bettina und Schranz wieder an die Tür klopft, beschließt Kurt, sein kleines Reich mit Hilfe des Küchenmesser-Sets aus dem Versandhandel zu verteidigen. Am Ende stehen Mutter und Tochter über drei Leichen und atmen auf. Eine komische Groteske über deutsch-deutsche Realitäten und Befindlichkeiten im Jahre 13 nach der Wende, die am Theater Vorpommern unmittelbar nach der Uraufführung nachgespielt wird.
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