Aktuelle Statistik
Stücke = 91044
Bühnen = 10504
Städte = 3224
Termine = 2519
Buchbar = 416
Home | Suche | Detailsuche | News | Aktuelles | Referenzen22 Mai 23:05
Guten Tag: Besucher
Bitte wählen Sie:
Registrierung
Theaterverwaltung
Theaterlinks
Navigation
Premieren
Musical-Hits
Festivalkalender 2013
Rezensionen
Theater im Lehrplan
Theater-Broschüre
Harold Pinter
Werbung
Sitemap
Texte zum Theater


cover
dtv
Theaterlexikon


Sedo - Domains kaufen und verkaufen das Projekt theaterportal.de steht zum Verkauf Besucherstatistiken von theaterportal.de etracker® Web-Controlling statt Logfile-Analyse

Harold Pinter im Theaterportal

Harold Pinter im Theaterportal

War es im Jahre 2004 Elfriede Jelinek, die - für manche überraschend -  den Nobelpreis für Literatur zuerkannt bekommen hat, so ist es 2005 erneut ein Schriftsteller, der vor allem in der literarischen Gattung des Dramas zu Hause ist. Man kann die Entscheidung aus Stockholm in verschiedenen Richtungen deuten. Mit Pinter wurde ein erbitterter, zeitweise polemischer Gegner der Außenpolitik der USA geehrt, vor allem aber auch ein Dramatiker. Die Jury in Stockholm scheint damit auf die gesellschaftliche Relevanz des Theaters hinzuweisen. Das ist besonders in einer Zeit, da über Theater mehr und mehr als Kostenverursacher gesprochen wird, interessant. Theater ist kein Wirtschaftsbetrieb, Theater rentiert sich nicht finanziell, mit Theater werden keine materiellen Werte geschaffen, Theater ist volkswirtschaftlicher Unfug. Der Wert des Theaters liegt anderswo. Theater kann Kommunikation anregen, kann problematisieren, aufrütteln, beruhigen, trösten. Theater kann gesellschaftliche Schwingungen aufnehmen und formulieren. Theater kann der Ort sein, an dem die Menschen mit sich selbst über sich selbst sprechen, und sich so selbst erkennen. Das Nobelpreiskommitee scheint darauf hinzuweisen.

Wir haben für Sie einen kleinen Pinter-Katalog zusammengestellt. Sie finden bei uns wissenswertes über Leben und Werk, Links zu allen Pinterpremieren im Theaterportal, Buchempfehlungen und noch einiges mehr. 

Lassen Sie sich überraschen.

Inhaltsangabe



HaroldPinter.org

Mit einem Klick gelangen Sie zur offiziellen Homepage von Harold Pinter. Die Seite ist sehr umfangreich und übersichtlich und - natürlich - in englischer Sprache. Sie finden hier eine ausführliche Zusammenfassung von Pinters Arbeiten, angefangen bei den Theaterstücken mit Informationen zu ausgewählten Aufführungen inklusive Kritiken, über Drehbücher,  Regiearbeiten, Lyrik, Prosa, außerdem eine Liste der Publikationen von und über Pinter mit ISBN-Nummer, und nicht zuletzt Informationen zu Pinters Engagement im Cricketclub.


Harold Pinter

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Pinter hat für Theater, Hörfunk, Fernsehen und Kinofilme geschrieben. Viele seiner frühen Werke werden zum Absurden Theater gezählt.

Leben und Werk

Pinter wurde als Sohn eines jüdischen Schneiders in Hackney, London, geboren und wuchs in der proletarisch geprägten Londoner East End auf. Er studierte kurz an der Royal Academy of Dramatic Art (RADA). Als junger Mann veröffentlichte er Poesie und schauspielte am Theater. Sein erstes Theaterstück, The Room - Das Zimmer, schrieb er 1957. Im gleichen Jahr begann er mit der Arbeit an The Birthday Party - Die Geburtstagsfeier, das jedoch kein Erfolg wurde, obwohl es von der Sunday Times gelobt wurde. Seinen Durchbruch schaffte er mit dem Stück The Caretaker - Der Hausmeister, welches 1960 uraufgeführt wurde. Umstritten ist, ob die Undeutlichkeit und Undurchschaubarkeit der Welt in Pinters Theatertexten schon Grund genug ist, die Werke dieses Autors dem sogenannten absurden Theater zuzurechnen. Zumindest ließe sich einwenden, dass absurd nicht die Stücke sind, sondern die Umstände, in denen die Figuren leben. Gerade die berühmten früheren Arbeiten Pinters sind gesättigt mit Realität, geben Einblick in ärmliche, geradezu rudimentäre Existenzverhältnisse. Oft wissen die Pinter-Menschen selbst nicht, was für Motiven sie folgen wollen. Die letzten Sätze des alten Davies, der sich im "Hausmeister" in die Geborgenheit des fremden Zimmers gedrängt hat, verraten, wie wenig Selbstgewissheit auch dem Sieger im Zweikampf geblieben ist: "Was soll ich machen? Wo soll ich hin?"

Erst in fortgeschrittenem Alter ist Harold Pinter auch offen politisch geworden. 1985 reiste er zusammen mit dem amerikanischen Dramatiker Arthur Miller in die Türkei, wo sie Opfer der politischen Unterdrückung trafen. Pinters Erfahrung in der Türkei und mit der Unterdrückung der kurdischen Sprache inspirierten ihn zu seinem Theaterstück von 1988, Mountain Language - Bergessprache. Seine öffentliche Verteidigung des jugoslawischen Ex-Diktators Slobodan Milosevic sorgte für internationale Kritik.

Pinter engagierte sich auch in den Kampagnen gegen den Irakkrieg.

Mit der Begründung, dass er „in seinen Dramen den Abgrund unter dem alltäglichen Geschwätz freilegt und in den geschlossenen Raum der Unterdrückung einbricht“, wurde ihm am 13. Oktober 2005 der Nobelpreis für Literatur für das Jahr 2005 zuerkannt. Dies war für die Literaturwelt wie auch schon bei Elfriede Jelinek im Jahr zuvor eine Überraschung. Die Meinungen schlugen munter hin und her zwischen "Eine gute, richtige Entscheidung" (Marcel Reich-Ranicki) und "Beleidigung für die Weltliteratur" (Denis Scheck). Die raffinierteste Formulierung steuerte Sigrid Löffler bei, die meinte, der Preisträger sei doch "demodé", also nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Drei Jahrzehnte liegt das Werk zurück, mit dem er Theaterfurore gemacht hat.

Im Oktober 2005 erhielt Pinter von der Franz-Kafka-Gesellschaft mit Sitz in Prag den jährlich verliehenen Franz-Kafka-Preis. Da er wegen Gesundheitsproblemen nicht persönlich nach Prag kommen konnte, nahm in seiner Vertetung sein Freund Vaclav Havel den Preis entgegen.

Arbeit an Filmen

Sein erstes Drehbuch, The Servant, schrieb Pinter 1963. Später schrieb er Drehbücher u. a. für The Go-Between, The French Lieutenant's Woman (1981), Turtle Diary (1985), nach dem Roman von Russell Hoban, The Handmaid's Tale (1990), The Trial (1993), nach dem Roman "Der Prozess" von Franz Kafka. Er veröffentlichte auch ein Drehbuch zu Marcel Prousts Auf der Suche nach der verlorenen Zeit, welches allerdings nie verfilmt wurde. Einige von Pinters Stücken wurden ebenfalls für das Kino adaptiert: The Caretaker (1963), The Birthday Party (1968), The Homecoming (1973) und Betrayal (1983). Gelegentlich übernahm er auch Filmrollen (in The Servant 1963, Accident 1967, Turtle Diary 1985).

Pinter in den Schlagzeilen

1977 geriet Pinter in die Schlagzeilen, als er seine Frau, die Schauspielerin Vivien Merchant, die er 1956 geheiratet hatte, für Lady Antonia Fraser verließ, die älteste Tochter des 7. Lord Longford. Das Paar heirate 1980 nach Pinters Scheidung. Sein Stück Betrayal (dt.: Betrug) von 1978 wurde verschiedentlich als Darstellung dieser Liasion gelesen; es basiert allerdings auf einer früheren Affäre, die Pinter für sieben Jahre mit Joan Bakewell, einer Fernsehmoderatorin, verband.

Später machte ein öffentlicher Streit mit Theaterregisseur Peter Hall Furore, der Pinter in seinen Tagebüchern, die 1983 erschienen, als notorischen Trinker darstellt. Die beiden Männer konnten ihr freundschaftliches Verhältnis allerdings wieder herstellen.

Pinter ist auch ein großer Fan der englischen Nationalsportart Cricket. Er ist Vorsitzender des Gaieties Cricket Club.

Schließlich geriet Pinter in die Schlagzeilen, weil er den US-Präsidenten George W. Bush im Zusammenhang mit dem Irakkrieg einen Massenmörder und Tony Blair einen armen Irren ("deluded idiot") nannte.

Theaterstücke

  • The Room (1957)
  • The Birthday Party (1957)
  • The Dumb Waiter (1957)
  • A Slight Ache (1958)
  • The Hothouse (1958)
  • The Caretaker (1959)
  • Sketches (1959)
    • The Black and White
    • Trouble in the Works
    • Last to Go
    • Request Stop
    • Special Offer
    • That's Your Trouble
    • That's All
    • Interview
    • Applicant
    • Dialogue Three
  • A Night Out (1959)
  • Night School (1960)
  • The Dwarfs (1960)
  • The Collection (1961)
  • The Lover (1962)
  • Tea Party (1964)
  • The Homecoming (1964)
  • The Basement (1966)
  • Landscape (1967)
  • Silence (1968)
  • Sketch: Night (1969)
  • Old Times (1970)
  • Monologue (1972)
  • No Man's Land (1974)
  • Betrayal (1978)
  • Family Voices (1980)
  • Victoria Station (1982)
  • A Kind of Alaska (1982)
  • Sketch: Precisely (1983)
  • One For the Road (1984)
  • Mountain Language (1988)
  • The New World Order (1991)
  • Party Time (1991)
  • Moonlight (1993)
  • Ashes to Ashes (1996)
  • Celebration (1999)
  • Sketch: Press Conference (2002)

Prosa

  • Kullus (1949)
  • The Dwarfs (1952-56)
  • Latest Reports from the Stock Exchange (1953)
  • The Black and White (1954-55)
  • The Examination (1955)
  • Tea Party (1963)
  • The Coast (1975)
  • Problem (1976)
  • Lola (1977)
  • Short Story (1995)
  • Girls (1995)
  • Sorry About This (1999)
  • God's District (1997)
  • Tess (2000)
  • Voices in the Tunnel (2001)

Dieser Artikel basiert auf: 

Artikel Harold Pinter. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 19. Dezember 2005, 06:23 UTC. 

URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Harold_Pinter&oldid=11779551 (Abgerufen: 19. Dezember 2005, 10:51 UTC)


Nobelpreisrede

Hier geht's zur Nobelpreisrede Harold Pinters in deutscher Übersetzung.

Premieren-Übersicht im Theaterportal

Übersicht aller uns bekannter Pinter-Premieren

Spielpläne dt. Bühnen

Wenn Sie sich für die Spieltermine einzelner Dramen inkl. der Premieren interessieren, klicken Sie bitte auf die Titel:

Eine Übersicht aller Pinter-Inszenierungen seit der Spielzeit 2003/4 finden Sie hier.

Bitte beachten Sie, dass diese Inszenierungen nur dann in unserer Spielplanübersicht erscheinen, wenn die Inszierung noch gespielt wird und diese Spieltermine uns bekannt sind. In einigen Fällen übernehmen wir automatisch Daten von Ticketing-Systemen. Dort sind nicht immer die Autoren der Theaterstücke erfasst - auch hier kann es also zu Lücken in der Darstellung kommen.

Buchempfehlungen

  • Martin Esslin: Harold Pinter. (Orignal unter dem Titel: The peopled wound. The plays of Harold Pinter)
  • Heinz Höller: Schnauzer und Pinter. Ein Vergleich. (1986)

Weitere Informationen


Materialien für den Unterricht


Leider haben wir bisher bis auf eine Fundstelle kein weiteres Material für den Unterricht bei den üblichen Quellen wie TeachSam, Lehrer-Online oder anderen gefunden.



Sollten Sie Anregungen zur Erweiterung, Berichtigung oder Verbesserung haben, senden Sie bitte eine Email an info@theaterportal.de.







Andere über uns

Ich schwöre: Wenn Theater, dann nur über das Portal!

Jan Metzger, Hessischer Rundfunk


In eigener Sache
Sie finden unseren Service gut? Dann helfen Sie uns bitte, indem Sie Eintritts-
karten
, Bücher, CDs oder DVDs über uns kaufen. Sie helfen damit, die Arbeit des Theaterportals zu finanzieren.




Impressum · Hilfe