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Tod für eins achtzig Geld - Niedersächsische Staatstheater Hannover

Cumberland
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Tod für eins achtzig Geld - Niedersächsische Staatstheater Hannover

Ein Kaleidoskop von Szenen, die ums Überleben kreisen, darum, sich das Überleben zu verdienen, moralisch wie ökonomisch. Da ist zum Beispiel der Supermarkt. Für eine Nacht umgewidmet zum Partyort. Am nächsten Morgen: Der Laden geplündert, zerstört. Anstelle des Pfandautomaten: Opa im Einkaufswagen. Entführt von seiner Enkelin aus dem Pflegeheim, wo es kein Bett mehr für einen Sterbenden gibt, der Verwandtschaft entzogen, die sich darum balgt, sich kurz vor dem Ende die Liebe eines Todgeweihten zu sichern. Es braucht eine Geschäftsidee der jungen Leute, um dem Ruin zu entgehen. Warum soll nicht auch das Objekt der Nächstenliebe und Fürsorge seinen Preis haben? Streaming! Versteigerung im Netz: Wer den Opa auf seine letzten Tage pflegen darf, entscheidet das Höchstgebot. Dafür allerdings muss er am Leben gehalten werden – wenigstens noch einige Tage. Oder: Ein Mann und ein Chef. Einstellungsgespräch. Die Marke lautet »Fair«. »Ich bin hier bei den Guten. In diesen Zeiten ein Maximum.« – Es gibt Wege, das Gefühl dieser Zugehörigkeit in den Markt einzuschleusen. Zum Beispiel, indem man dem Auslieferer von Lebensmitteln eine Flüchtlingsbiografie andichtet. Keine große Sache. Oder: Ein Mann, der sich dem Schuldkreislauf entziehen und aus dem System aussteigen will, wird immer wieder hineingezogen. Er ist ein Hindernis. Überall.

Regie Nick Hartnagel + Bühne und Kostüme Tine Becker + Musik Lukas Lonski + Video Joscha Sliwinski + Dramaturgie Johannes Kirsten / Rania Mleihi
Mit Maximilian Grünewald, Sophie Krauß, Wolf List, Christoph Müller, Klara Deutschmann, Bardo Böhlefeld

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Tod für eins achtzig Geld - Niedersächsische Staatstheater Hannover